Ein Umzug nach Irland fühlt sich für die meisten unserer Kundinnen und Kunden aus Bonn zunächst wie ein klassischer Auslandsumzug innerhalb der EU an – bis der Blick auf die Landkarte zeigt, dass zwischen deiner alten Adresse am Rhein und deiner neuen Adresse in Dublin, Cork oder Galway kein einziger Meter durchgehende Straße liegt. Irland ist eine Insel, und dein Hausrat muss diese letzte Etappe zwangsläufig übers Wasser zurücklegen. Anders als bei einem Umzug nach Übersee ist das aber kein Grund zur Sorge: Irland ist EU-Mitgliedstaat, verwendet wie Deutschland den Euro, und die Fährverbindungen zwischen dem europäischen Festland und der grünen Insel gehören zu den am dichtesten getakteten weltweit. Für deinen Umzug von Bonn nach Irland heißt das konkret: durchdachte Routenplanung statt Hochseeabenteuer, EU-Freizügigkeit statt Zollabfertigung für dein Übersiedlungsgut – und ein paar irische Besonderheiten, die du kennen solltest, bevor der Container den Hafen verlässt.
Zwei Wege übers Wasser: UK-Landbridge oder Direktfähre ab Frankreich
Für den Weg deines Hausrats von Bonn auf die Insel stehen dir grundsätzlich zwei etablierte Routen zur Verfügung, die sich seit dem Brexit in einem entscheidenden Punkt unterscheiden – der Zollbehandlung unterwegs:
- Die UK-Landbridge (kurz, aber mit Transitverfahren): Dein Umzugsgut fährt per Lkw über Belgien und Frankreich zum Ärmelkanal, quert per Fähre (z. B. Dover–Calais) nach Großbritannien und durchquert England in Richtung Westküste, bevor es von Pembroke, Fishguard oder Holyhead aus per Kurzstreckenfähre nach Rosslare, Dublin oder Dublin Port weiterreist. Diese Route ist mit insgesamt oft unter 24 Stunden reiner Fahrzeit die schnellste Option. Der Haken: Weil Großbritannien seit dem EU-Austritt kein EU-Zollgebiet mehr ist, muss deine Sendung beim Transit durch England unter dem gemeinsamen Versandverfahren (Common Transit Convention, T1-Dokument) laufen – eine zusätzliche Formalität, die ein erfahrener Spediteur für dich abwickelt, die aber Vorlaufzeit braucht.
- Die Direktfähre ab Frankreich (länger, aber ohne Drittland-Transit): Alternativ fährt dein Hausrat komplett innerhalb der EU bis zu einem französischen Fährhafen – etwa Dünkirchen, Cherbourg oder Roscoff – und wird von dort in einem Rutsch nach Rosslare oder Cork verschifft. Die Überfahrt selbst dauert deutlich länger, grob zwischen 15 und 24 Stunden auf See, dafür bleibt die Sendung durchgehend im EU-Zollgebiet und die T1-Transitanmeldung entfällt komplett.
Welche Route passt zu dir? Für einen kompletten Hausstand mit eigenem Container empfehlen wir häufig die Direktfähre ab Frankreich – der Wegfall der Transitformalitäten macht die Planung robuster gegen Verzögerungen. Für kleinere, eilige Sendungen oder die Überführung deines eigenen Fahrzeugs kann die kürzere UK-Landbridge die bessere Wahl sein. Wir stimmen die Route bei der Besichtigung individuell mit dir ab.
Zoll- und Anmeldeformalitäten für deinen Umzug nach Irland
Die gute Nachricht zuerst: Weil Irland vollwertiges EU-Mitglied ist, unterliegt dein Übersiedlungsgut beim Umzug von Bonn nach Irland keiner Zollanmeldung und keinen Einfuhrabgaben – der freie Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union gilt für privaten Hausrat uneingeschränkt. Das ist der zentrale Unterschied zu einem Umzug in ein Nicht-EU-Land wie Island oder Norwegen, wo Übersiedlungsgut trotz Abgabenfreiheit förmlich beim Zoll angemeldet werden muss. Läuft dein Transport über die UK-Landbridge, betrifft das beschriebene T1-Transitverfahren ausschließlich die Durchfuhr durch britisches Gebiet – auf dein Umzugsgut selbst werden dabei keine Zölle fällig, sofern die Ware EU-Ursprung hat beziehungsweise im freien Verkehr der EU ist.
Auch wenn der Zoll für den Hausrat kein Thema ist, gibt es in Irland einige Behördengänge, die auf deiner Checkliste stehen sollten:
PPS Number: Die Personal Public Service Number ist deine persönliche Identifikationsnummer für praktisch alles im irischen Alltag – Beschäftigung, Bankkonto, Sozialversicherung, Gesundheitssystem. Sie wird nach der Ankunft direkt in Irland beantragt und sollte einer deiner ersten Behördengänge sein, da viele weitere Anmeldungen erst mit PPS Number funktionieren.
Auch dein Auto begleitet dich in der Regel zollfrei nach Irland – zulassungstechnisch ist es dort aber keineswegs erledigt: Irland erhebt auf jedes dauerhaft ins Land gebrachte Fahrzeug die Vehicle Registration Tax (VRT), eine nationale Zulassungssteuer, die unabhängig vom EU-Ursprung des Fahrzeugs anfällt und ausdrücklich keine Zollgebühr ist. Die Anmeldung bei Revenue muss innerhalb von 30 Tagen nach Ankunft des Fahrzeugs erfolgen, verbunden mit einer technischen Prüfung im National Car Testing (NCT)-System. Wer seinen deutschen Führerschein weiter nutzen möchte, kann ihn als EU-Bürger unkompliziert gegen ein irisches Pendant umtauschen lassen.
Michael R. aus Bonn-Poppelsdorf, der mit seiner Familie für einen neuen Job nach Cork gezogen ist, berichtet: „Wir hatten erwartet, dass irgendwo doch noch eine Zollhürde auftaucht – kam aber nicht. Die einzige echte Bürokratie war die VRT-Anmeldung fürs Auto und die PPS-Number-Beantragung, beides war mit den richtigen Unterlagen in wenigen Wochen erledigt.“
Behördengänge nach der Ankunft in Irland – die wichtigsten Schritte:
- PPS Number so früh wie möglich beantragen – Grundlage für Job, Konto und Gesundheitssystem
- Mitgebrachtes Fahrzeug innerhalb von 30 Tagen bei Revenue für die VRT anmelden
- Fahrzeug im NCT-System technisch prüfen lassen
- Deutschen Führerschein bei Bedarf gegen einen irischen umtauschen
- Bei mitreisenden Haustieren: Pet Travel Scheme beachten (Mikrochip, gültige Tollwutimpfung, Heimtierausweis)
Weiterführende, offizielle Informationen findest du direkt bei den zuständigen Stellen: Citizens Information – Coming to Live in Ireland, Citizens Information – Personal Public Service Number, Revenue – Vehicle Registration Tax (VRT), Citizens Information – Exchanging a Foreign Driving Licence sowie gov.ie – Warentransit über die UK-Landbridge. Reist ein Haustier mit, gibt der offizielle Pet Travel Scheme die genauen Anforderungen vor. Für Fragen zur Krankenversicherung bei Wohnort im EU-Ausland bietet das EU-Bürgerportal einen guten Einstieg: Your Europe – Gesundheitsversorgung im Ausland.
Was kostet ein Umzug nach Irland?
Weil dein Hausrat auf der letzten Etappe verschifft statt gefahren wird, orientiert sich der Preis stärker am Ladevolumen als bei einem reinen Festland-Umzug – bewegt sich aber dank der vergleichsweise kurzen Überfahrten in einem deutlich moderateren Rahmen als bei weit entfernten Zielen. Als grobe Orientierung nach Haushaltsgröße:
| Umzugstyp | Umfang | Ungefähre Kosten | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Kleiner Umzug | 1-2-Zimmer-Wohnung, Beiladung | 1.200 – 2.500 € | Sammelladung mit anderen Sendungen Richtung Irland |
| Mittlerer Umzug | 2–3-Zimmer-Wohnung, Teil-/Sammelcontainer | 2.500 – 4.500 € | Straßentransport zum Fährhafen inklusive |
| Familienumzug | 4–5-Zimmer-Wohnung, eigener Lkw/Container | 4.000 – 7.500 € | Exklusiver Transport, planbarster Ankunftstermin |
Der genaue Preis hängt neben dem Volumen vor allem von der gewählten Route ab: Die kürzere UK-Landbridge ist meist etwas günstiger, kann durch das Transitverfahren aber unplanbarer werden; die Direktfähre ab Frankreich kostet durch die längere Seestrecke tendenziell etwas mehr, dafür läuft sie ohne Zwischenformalitäten. Wir kalkulieren dir bei der Besichtigung einen verbindlichen Festpreis für deinen individuellen Umzug nach Irland.
Beiladung als Alternative: Reicht dein Hausrat für keinen eigenen Container oder Lkw, ist die Beiladung die wirtschaftlichste Lösung für deinen Umzug nach Irland: Du teilst dir den Laderaum mit anderen Sendungen in dieselbe Richtung und zahlst nur für dein tatsächliches Volumen. Der Kompromiss ist ein etwas weniger fixer Liefertermin, da erst bei ausreichender Auslastung verladen wird.
Ablauf & Zeitplanung: Dein Fahrplan für den Umzug nach Irland
Auch wenn die Fährverbindungen nach Irland deutlich häufiger fahren als etwa Richtung Island, solltest du wegen der Routenwahl (Landbridge vs. Direktfähre) und der Behördengänge vor Ort mit ausreichend Vorlauf planen:
| Zeitpunkt | Was jetzt ansteht |
|---|---|
| 8–6 Wochen vorher | Kostenvoranschlag einholen, Route festlegen (UK-Landbridge oder Direktfähre ab Frankreich), Wohnsituation in Irland klären |
| 6–4 Wochen vorher | Aussortieren, bei Fahrzeugmitnahme Fahrzeugpapiere zusammenstellen, bei Haustieren Pet-Travel-Vorbereitungen (Mikrochip, Tollwutimpfung) starten |
| 4–2 Wochen vorher | Fährtermin/Verladung buchen, Halteverbotszone in Bonn beantragen, Ummeldungen (Post, Banken, Versicherungen) vorbereiten |
| 1–2 Wochen vorher | Packen, Endreinigung der alten Wohnung planen, Handgepäck-Kiste mit dem Nötigsten für die ersten Tage zusammenstellen |
| Umzugstag Bonn | Beladung, Übergabe der alten Wohnung, Start des Straßentransports zum Fährhafen |
| +1–3 Tage | Überfahrt (Landbridge) bzw. +1 Tag (Direktfähre), Ankunft in Rosslare/Dublin/Cork, Zustellung in deiner neuen Wohnung |
Besonderheiten unterwegs: Linksverkehr, Euro und Haustiere
- Linksverkehr: In Irland wird links gefahren. Für den Umzugstransport selbst spielt das keine Rolle, überführst du aber dein eigenes Auto per Landbridge durch England, solltest du dich auf beiden Etappen auf den Linksverkehr einstellen.
- Euro statt Pfund: Anders als bei einem Umzug nach England zahlst du in Irland weiterhin in Euro – keine Währungsumrechnung, keine Wechselkursrisiken bei Kaution, Miete oder Umzugskosten.
- Haustiere: Hunde, Katzen und Frettchen reisen unter dem Pet Travel Scheme mit Mikrochip, gültiger Tollwutimpfung und EU-Heimtierausweis nach Irland ein – die Einreise aus einem EU-Land ist dabei deutlich unkomplizierter als aus einem Drittstaat.
- Klima einplanen: Irlands Seeklima bringt häufigen, aber meist milden Regen – für die Verladung und den Möbelschutz unterwegs kalkulieren wir das ohnehin routinemäßig mit ein.
5 Tipps für deinen Umzug nach Irland
- Route früh festlegen: Ob Landbridge oder Direktfähre entscheidet über Vorlaufzeit und Formalitäten – kläre das so früh wie möglich, nicht erst kurz vor dem Umzugstermin.
- PPS Number priorisieren: Beantrage sie direkt nach Ankunft, viele weitere Anmeldungen in Irland setzen sie voraus.
- Fahrzeugpapiere komplett mitführen: Zulassungsbescheinigung, Kaufnachweis und EU-Übereinstimmungsbescheinigung machen die VRT-Anmeldung innerhalb der 30-Tage-Frist deutlich schneller.
- Wohnungssuche parallel starten: Der Wohnungsmarkt in Dublin und Cork ist angespannt – beginne die Suche parallel zur Umzugsplanung, nicht erst danach.
- Inventarliste trotzdem führen: Auch ohne Zollpflicht hilft eine vollständige Liste bei der Transportversicherung und der Übergabe am Zielort.
„Am meisten überrascht hat uns, wie unkompliziert der EU-Umzug tatsächlich war – kein Zollformular für unseren Hausrat, nur die Fährbuchung und danach die PPS-Number-Anmeldung in Dublin.“
– Nadine K. aus Bonn-Beuel, umgezogen nach Dublin
Dein Kostenvoranschlag für den Umzug von Bonn nach Irland
Wir kennen beide Routen nach Irland – die UK-Landbridge mit Transitverfahren ebenso wie die Direktfähre ab Frankreich – und begleiten dich von der ersten Kalkulation bis zur Zustellung in deiner neuen Wohnung. Fordere jetzt deinen kostenlosen, unverbindlichen Kostenvoranschlag für deinen individuellen Umzug nach Irland an.
Weitere Umzugsziele & Leistungen rund um deinen Umzug nach Irland
Führt dein Transport über die Landbridge, sind wir auch für einen Umzug von Bonn nach England dein Ansprechpartner; wählst du die Direktfähre, kennen wir die Strecke bis zu den französischen Fährhäfen ebenso vom Umzug von Bonn nach Frankreich. Neben dem klassischen Privatumzug unterstützen wir dich beim Umzug nach Irland auch bei speziellen Anforderungen: Firmenumzug für den beruflich bedingten Wechsel, Fernumzug für die lange Strecke bis zum Fährhafen und Studentenumzug für kleinere Sendungen. Einen Gesamtüberblick über unser Leistungsspektrum findest du auf der Seite Leistungen, den kompletten Ablauf erklären wir auf unserer Seite Umzugsservice Bonn.
Häufige Fragen zum Umzug nach Irland
Muss ich mein Übersiedlungsgut beim Umzug nach Irland beim Zoll anmelden?
Nein. Da Irland EU-Mitgliedstaat ist, gilt für privaten Hausrat der freie Warenverkehr innerhalb der EU – eine Zollanmeldung oder Einfuhrabgaben entfallen. Läuft dein Transport über die UK-Landbridge, betrifft das dortige Transitverfahren nur die Durchfuhr durch britisches Gebiet, nicht dein Umzugsgut selbst.
Was ist der Unterschied zwischen UK-Landbridge und Direktfähre ab Frankreich?
Die UK-Landbridge führt per Lkw über England und ist mit oft unter 24 Stunden Fahrzeit die schnellere Route, erfordert wegen des britischen EU-Austritts aber ein Transitverfahren (T1). Die Direktfähre ab Frankreich, etwa ab Dünkirchen, Cherbourg oder Roscoff, dauert mit 15 bis 24 Stunden auf See länger, bleibt dafür durchgehend im EU-Zollgebiet und braucht keine Transitanmeldung.
Muss ich mein Auto beim Umzug nach Irland verzollen?
Zollpflichtig ist es nicht, da es sich um EU-Ware handelt. Registrieren musst du es trotzdem: Innerhalb von 30 Tagen nach Ankunft ist bei Revenue die Vehicle Registration Tax (VRT) fällig, eine nationale Zulassungssteuer, verbunden mit einer technischen Prüfung im NCT-System.
Was ist eine PPS Number und wann brauche ich sie?
Die Personal Public Service Number ist deine persönliche Identifikationsnummer in Irland, unter anderem für Job, Bankkonto, Sozialversicherung und Gesundheitssystem. Sie wird nach der Ankunft in Irland beantragt und sollte einer deiner ersten Behördengänge sein.
Brauche ich für den Umzug nach Irland ein Visum?
Als deutsche Staatsangehörige oder deutscher Staatsangehöriger nicht. Irland ist EU-Mitglied, für dich als EU-Bürger gilt Freizügigkeit. Nötig sind lediglich die PPS-Number-Anmeldung sowie bei längerem Aufenthalt eine Registrierung deines Wohnsitzes.
Kann ich meinen Hund oder meine Katze mit nach Irland nehmen?
Ja, über das Pet Travel Scheme. Voraussetzung sind ein Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und ein EU-Heimtierausweis. Die Einreise aus einem EU-Land wie Deutschland ist dabei deutlich unkomplizierter als aus einem Drittstaat.
Fazit: Dein Umzug nach Irland – EU-Freizügigkeit trifft Inselgeographie
Ein Umzug nach Irland vereint zwei Welten: die unkomplizierte Freizügigkeit innerhalb der EU – kein Zoll, keine Einfuhrabgaben, kein Währungswechsel – mit der geografischen Besonderheit einer Insel, die deinen Hausrat zwangsläufig übers Wasser bringt. Wer die Wahl zwischen UK-Landbridge und Direktfähre ab Frankreich frühzeitig trifft und die irischen Behördengänge wie PPS Number, VRT-Anmeldung und Führerscheinumtausch von Anfang an mitplant, erlebt einen klar strukturierten Umzug ohne böse Überraschungen – von der Verladung in Bonn bis zur Zustellung in deiner neuen Wohnung in Dublin, Cork oder Galway.
Wir kennen beide Routen und begleiten dich durch jeden einzelnen Schritt. Fordere jetzt deinen kostenlosen, unverbindlichen Kostenvoranschlag für deinen Umzug nach Irland an.